Zur Herrschaft bestimmt

Bei dieser Aussage können wir sofort in eine falsche Richtung geführt werden. Mit dieser Überschrift ist keine weltliche Sichtweise von Macht gemeint, in der man andere Menschen unterdrückt und bestimmt. Es geht um liebevolle Verantwortung gegenüber anderen Menschen und der Schöpfung. Dieses Mandat hatte Gott am Anfang übertragen und niemals zurückgenommen. Dieses Mandat hatte der Mensch an den Widersacher verloren. Jesus kam, um dem Teufel dieses Recht wieder zu entziehen, und hat seine Nachfolger wieder in diese Position zurückversetzt.

27 Und Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; und schuf sie als Mann und Frau[1]. 28 Und Gott segnete sie und sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehret euch und füllet die Erde und machet sie euch untertan und herrschet über die Fische im Meer und über die Vögel unter dem Himmel und über alles Getier, das auf Erden kriecht. (1. Mose 1,27–28, Luther 2017)

16 Der Himmel ist der Himmel des HERRN, die Erde aber hat er den Menschenkindern gegeben. (Psalm 115,16, Eberfelder Bibel)

29 Denn die Gnadengaben[21] und die Berufung Gottes sind unbereubar. (Römer 11,29 Elberfelder Bibel)

Aufgrund dieses Mandats für den Menschen, dass Gott ihm die Herrschaft auf dieser Erde anvertraut hat, musste Gott in Jesus unbedingt Mensch werden. Ohne diese Vorgehensweise konnte Gott nicht direkt auf diese Welt eingreifen, weil er die Autorität den Menschen gegeben hatte und es niemals zurückgenommen hat. Schon im Alten Testament ist es ersichtlich, dass Gott immer wieder Menschen berufen hat, um in dieser Welt zu wirken. Denken wir an Joseph, Abraham, Mose usw.

Deshalb lesen wir in der Versuchungsgeschichte davon, dass der Teufel Jesus die ganze Herrlichkeit dieser Welt anbot, weil sie ihm durch den Menschen übergeben worden ist.

Da führte der Teufel ihn auf einen hohen Berg und zeigte ihm alle Reiche der Welt in einem Augenblick. Und der Teufel sprach zu ihm: Dir will ich alle diese Macht und ihre Herrlichkeit geben; denn sie ist mir übergeben, und ich gebe sie, wem ich will. Wenn du nun vor mir anbetest, so soll alles dir gehören! Und Jesus antwortete ihm und sprach: Weiche von mir, Satan! Denn es steht geschrieben: »Du sollst den Herrn, deinen Gott, anbeten und ihm allein dienen« (Lukas 4,5–8, Schlachter 2000).

Gott wurde in Jesus Mensch, um dem Teufel auf dieser Erde die verlorene und ihm übergebene Vollmacht abzunehmen. Er hat über die Mächte der Finsternis einen totalen Sieg errungen und unser Mandat als Menschen wiederhergestellt.

Er hat den Schuldschein, der mit seinen Forderungen gegen uns gerichtet war, für ungültig erklärt. Er hat ihn ans Kreuz genagelt und damit für immer beseitigt. Er hat die Herrscher und Gewalten völlig entwaffnet und vor aller Welt an den Pranger gestellt. Durch das Kreuz hat er einen triumphalen Sieg über sie errungen. (Kolosser 2,14-15, Bibel heute)

Und Jesus trat herzu, redete mit ihnen und sprach: Mir ist gegeben alle Macht im Himmel und auf Erden. So geht nun hin und macht zu Jüngern alle Völker, und tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehrt sie alles halten, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an das Ende der Weltzeit! Amen. (Matthäus 28, 18-20, Schlachter 2000)

Diese zurückeroberte Vollmacht, hat er seiner Gemeinde und jedem einzelnen Christen anvertraut.

Siehe, ich gebe euch die Vollmacht, auf Schlangen und Skorpione zu treten, und über alle Gewalt des Feindes; und nichts wird euch in irgendeiner Weise schaden. (Lukas 10,19, Schlachter 2000)

Wahrlich, ich sage euch: Was ihr auf Erden binden werdet, soll auch im Himmel gebunden sein, und was ihr auf Erden lösen werdet, soll auch im Himmel los sein. (Matthäus 18,18, Luther 1912)

Denn ist durch die Übertretung des einen der Tod (Satan/Sünde) zur Herrschaft gekommen, durch diesen einen, so werden erst recht diejenigen, denen die Gnade und die Gabe der Gerechtigkeit reichlich zuteilwurde, im Leben (königlich) herrschen durch den einen, Jesus Christus. (Römer 5,17, Einheitsübersetzung 2016)

und uns gemacht hat zu einem Königtum, zu Priestern für seinen Gott und Vater: Ihm sei die Herrlichkeit und die Macht von Ewigkeit zu Ewigkeit[1]! Amen (Offenbarung 1,6, Eberfelder Bibel)

ihm, der uns zu Mitherrschern in seinem Reich und zu Priestern[1] für seinen Gott und Vater gemacht hat, ihm gebührt die Ehre[2] und die Macht für immer und ewig. Amen. (Offenbarung 1,6, Neue Genfer Übersetzung)

Aber in dem allem überwinden wir weit durch den, der uns geliebt hat. (Römer 8,37–39, Schlachter 2000)

Gott aber sei Dank, der uns den Sieg gegeben hat durch unseren HERRN Jesus Christus! (1. (Korinther 15,57)

Der Gott des Friedens aber wird in Kürze den Satan unter euren Füßen zertreten. Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus sei mit euch! Römer 16,20 Eberfelder Bibel)

Unterwerft euch nun Gott! Widersteht aber dem Teufel! Und er wird von euch fliehen. (Jakobus 4,7, Eberfelder Bibel)

Grafische Darstellung der Hierarchie der geistlichen Welt vor, während und nach dem Fall des Menschen

vor dem Fall nach dem Fall nach der Erlösung am Kreuz
Jesus Christus (Epheser 1,22)Jesus Christus Jesus Christus und Menschen
Epheser 2,6
Menschheit (1. Mose 1,27-28)Engel Engel (Hebr.1,14)
Engel Satan Satan
Satan (Epheser 2,2)Geister Geister
Geister (13,11)Menschen Tiere
Tiere (Psalm 8,6-8) Tiere

Auf dieser Erde tobt der Kampf zwischen Licht und Finsternis. Der Kampf zwischen dem Reich Gottes und dem Reich Satans. Wir als Menschen stehen mitten drin, in diesem kosmischen Kampf. Jede Seite braucht ihre Leute, um auf dieser Erde zu wirken. Die Erlösung für diese Welt kommt nicht, indem wir eine andere Politik oder Wirtschaftsform haben, sondern das Reich Gottes muss sich durch uns immer mehr auf dieser Erde ausbreiten, indem immer mehr Menschen aus der Herrschaft der Finsternis befreit werden.

Dann können sie wieder aus der Falle des Teufels befreit werden, in der sie gefangen waren, sodass sie sich von ihm für seine Zwecke missbrauchen ließen. (2. Timotheus 2,26)

Diese kurze, aufgezeigte Wahrheit hat großen Einfluss darauf, wie wir die Souveränität Gottes und das Leid auf dieser Erde verstehen, aber dieses Thema ist einen eigenen und ausführlichen Blogbeitrag wert.

Manuel