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Das vollendete Werk am Kreuz /Teil 4

Bis jetzt haben wir gesehen, dass Gott die Wurzel und nicht die Frucht behandeln will. Gott bescheidet nicht das Verhalten, sondern die Lüge über seine Natur und sein Wesen und über die Identität des Menschen.

Christliche Religion konzentriert sich auf äußere Verhaltensweisen, wie Sucht, Unmoral, Wut, Stolz und Selbstgerechtigkeit. Aber dieses Verhalten ist lediglich ein Symptom und nicht die Wurzel, die weiterhin unberührt bleibt. Die schlechte Frucht wächst immer nach.

Gott offenbart dagegen die Natur der wahren Verwandlung. Die eigentliche Wurzelkrankheit ist, der falsche Glaube, dass wir von Gott getrennt sind. Dieses Glaubenssystem, in dem wir fern von Gott, ungeliebt und abgelehnt sind, ist der Boden, indem jede Art von Sünde wächst. Nachdem Adam und Eva Gott ungehorsam wahren, empfanden sie sofort Angst, Scham und Schuld gegenüber ihm. Sie verstecken sich im Garten, weil sie die Lüge getrennt sein und abgelehnt sein glaubten. Es war der Beginn der Entfremdung gegenüber Gott im menschlichen Herzen. Es lag nicht daran, das Gott sie aufgrund des Ungehorsams gegenüber ihn ablehnte oder zornig war.

Ihr wart einst entfremdet und Feinde in eurem Geist (Kolosser 1,21)

Die Frucht der Sünde fließt aus der Wurzel des sich ungeliebt Fühlens und der Identitätsverwirrung. Jesus kam, um die Wurzel zu behandeln, indem er ans Kreuz ging. Sein Leben, Tod und seine Auferstehung zielten alle darauf ab, unsere Identität als geliebte Söhne und Töchter wieder herzustellen.

Solange die Wurzel nicht behandelt wird, kann die Veränderung eines Menschen nicht von Dauer sein.

Religion versucht die schlechte Früchte zu bescheiden, das Evangelium heilt die Wurzel.

Was ist die Wurzelbehandlung?

Die vollkommene Liebe vertreibt die Furcht (1. Johannes 4,18).

Wenn die Liebe ihren rechtmäßigen Platz im Boden unseres Herzens einnimmt, dann verändert sich die Frucht. Liebe ersetzt die Angst, Freundlichkeit ersetzt die Wut, Demut ersetzt den Stolz.

Dies geschieht nicht durch unsere Anstrengung, sondern in dem wir Gottes bedingungslose Liebe zu uns verstehen. Diese Erkenntnis und Freiheit kann dir keine angstbasierte Religion geben. Das Evangelium vom vollendeten Werk am Kreuz verändert das Wurzelsystem.

Deshalb hör auf danach zu fragen, wie kann ich mein Verhalten ändern oder was muss ich tun, sondern frage dich was glaube ich über mich selbst und Gott? Habe ich eine gesunde oder ungesunde Theologie?

Erlösung ist keine Verhaltensverbesserung. Es ist eine göttliche Entwurzelung der Lügen und eine Verwurzelung in der Wahrheit, die Menschen heilt, befreit und verändert.

Was ist Sünde?

Um die Tiefe des Heils zu erfassen, müssen wir verstehen, wovor wir gerettet wurden. Und das erfordert eine klare Offenbarung darüber, was Sünde wirklich ist. Religiös verstanden, wird Sünde mit moralischen Versagen und Ungehorsam gegenüber Gott gleichgesetzt, aber damit ist wiederum nur die Frucht beschrieben und nicht die Wurzel.

Sünde bedeutet, unter dem vorgesehen Zweck zu leben oder nicht daran teilzunehmen, an was wir immer hätten teilnehmen sollen: dem göttlichen Leben. Dargestellt im Paradies durch den Baum des Lebens. Sünde ist also keine Liste von vergehen, sondern ein Ausdruck dafür ein Leben zu leben, das nicht mit unserer ursprünglichen Identität übereinstimmt. Es ist das Versagen, nicht als Ebenbild Gottes zu wandeln. Die Versuchung der Schlange beruht auf Identitätstäuschung: „Wenn du davon isst, wird du wie Gott sein,“. Die Menschen wahren jedoch schon nach dem Ebenbild Gottes geschaffen. Sie wollten etwas werden was sie schon waren. Die Sünde begann nicht mit der konkreten Übertretung (Frucht), sondern mit dem falschen Glauben. Die Lüge, dass wir nicht schon genug, nicht schon geliebt werden. Aus diesem Glauben entspringen Angst, Eifersucht, Gier, Lust und allerlei gebrochene Verhaltensweisen.

Alles eine Ruf nach bedingungsloser Liebe und Identität und Zugehörigkeit.

Jesus kam nicht nur um Sünden zu vergeben, sondern um die Wahrheit darüber zu offenbaren, wer Gott ist und wer wir sind. Er entlarvte die Illusion der Trennung und lud uns ein nach dem ursprünglichen Entwurf zu leben.

Siehe das Lamm, das die Sünde der Welt weg nimmt. (1. Johannes 1,29).

Nicht die Sünden im Plural, wie in einzelnen sündigen Taten, sondern im Singular, im Sinne des Mangels an Identität und Vereinigung.

Was nicht vom Glauben ist, das ist Sünde. (Römer 14,23)

Warum? Denn Glaube ist Vertrauen in die Wahrheit, wer Gott ist und wer wir in ihm sind. Wenn wir nicht aus der bedingungslosen Liebe Gottes zu uns leben, dann sind wir außerhalb des Glaubens und verfehlen das Ziel und damit leben wir in der Sünde.

Erlösung ist eine göttliche Enthüllung, die den Schleier von unseren Augen entfernt und uns das Gesicht eines liebenden Vaters zeigt. Die größte Tragödie ist nicht, dass Menschen sündigen, sondern das sie nicht wissen, das sie nicht bedingungslos geliebt werden und eine christliche Religion trägt erheblich dazu bei.

Denn so wie Gott einmal befahl: »Licht soll aus der Dunkelheit hervorbrechen!«, so hat sein Licht auch unsere Herzen erhellt. Jetzt erkennen wir klar, dass uns in Jesus Christus Gottes Herrlichkeit entgegenstrahlt. 2. Korinther 4,6

Was ist also Sünde?

Es ist das falsche Selbst, das versucht, ohne die Liebe für die sich geschaffen worden ist, zu überleben.

Du wurdest dazu bestimmt an Gottes eigenen Leben teilzuhaben.

durch welche er uns die überaus großen und kostbaren Verheißungen gegeben hat, damit ihr durch dieselben göttlicher Natur teilhaftig werdet, nachdem ihr dem Verderben entflohen seid, das durch die Begierde in der Welt herrscht. 2.Petrus 1,4

Manuel