Was ist eine biblische Weltanschauung?
4. Januar 2026/Teil 2
Wir haben bis jetzt gesehen, dass es eigentlich nur zwei Weltanschauungen gibt. Eine gemäß dieser Welt mit einer unendlichen Anzahl von unterschiedlichen Ansichten, aber einem gemeinsamen Nenner
„Eine Ansicht, wo es immer darum geht, was du tun musst.“
Es dreht sich alles um Selbsterlösung, unabhängig davon, ob die Weltanschauung geistlich oder materiell ausgerichtet ist.
Oder das wahre Evangelium von Jesus Christus, das Evangelium der Liebe Gottes. Das Evangelium der Gnade. Das Evangelium vom Reich Gottes. Alles beim Evangelium dreht sich darum, dass der Mensch sich erlösen lässt.
Es befähigt, aus dem zu leben, „was Gott für dich getan hat und noch immer tut“!
Um jedoch eine biblische Weltanschauung zu haben und aus ihr zu leben, braucht es eine gesunde Theologie. Um eine gesunde Theologie zu haben, brauchen wir das Wort Gottes, das unsere Weltanschauung bestimmen soll.
Eine biblische Weltanschauung zu haben, bedeutet, gelernt zu haben, zu denken, wie Gott denkt. Seine Sicht der Realität anzunehmen.
Wenn wir unsere Weltanschauung als Christen aus dem Wort Gottes ableiten sollen, dann ist es essenziell, dass wir das Wort Gottes richtig verstehen. An diesem Punkt tut sich ein großes Problem auf. Seit den Anfängen der Kirche sind viele Jahrhunderte vergangen. Deshalb haben wir bestimmte kulturell bedingte Vorstellungen und Überzeugungen über Gott und die Bibel übernommen. Diese bilden einen unbewussten Filter bzw. eine Linse, durch die wir dann die Bibel lesen. Das betrifft uns alle, unabhängig von unserem Hintergrund. Unsere Erfahrungen und das, was wir von anderen gehört haben, haben Einfluss darauf, wie wir die Bibel lesen und verstehen. Diese Filter bewirken, dass wir alles aus einer bestimmten Perspektive betrachten. Im Bewusstsein dieser Tatsache sollte es jedem Christen einleuchten, dass man ein demütiges und lernbereites Herz haben muss, ansonsten wird man niemals zur Erkenntnis der Wahrheit kommen, die Gott in seinem Wort offenbart hat. Aber wenn wir bereit sind, unsere Filter genauer unter die Lupe zu nehmen, dann hilft es uns dabei, unsere bisherigen Annahmen und Schlussfolgerungen zu überdenken, und es ermöglicht uns, Wahrheiten zu entdecken, die wir noch nie zuvor gesehen haben, und wir erkennen dann, dass manches von unseren Glaubensinhalten falsch war. Wir werden dann die biblischen Schriften auf eine neue Art und Weise betrachten.
Es sind zwei wesentliche Filter für ein verzerrtes Verständnis der biblischen Wahrheit:
Die Bundestheologie und der Dispensationalismus. Diese beiden Filter beeinträchtigen, dass wir die Bibel richtig verstehen, und hindern uns daran, in unserer Berufung als Gläubige und Botschafter des Königreichs zu leben.
Aufgrund dieser zwei Filter werden viele Menschen daran gehindert, die Gesamtbotschaft der Bibel zu verstehen.
Deshalb müssen wir diese fehlerhaften Filter zuerst verstehen, bevor wir die Bibel im Kontext untersuchen. Das Entfernen dieser Linsen bzw. Filter wird uns helfen, die Bibel mit einem neuen Verständnis zu lesen.
Da ich mich auf das Richtige und Gute konzentrieren möchte, kann ich an dieser Stelle nur auf den wichtigsten und wesentlichen Unterschied eingehen.

Während die Bundestheologie das eindeutige Zeugnis des Wortes Gottes ignoriert, indem behauptet wird, dass alle Bündnisse in der Bibel auf den anderen Bünde aufbauen würde, aber es keinen wesentlichen Unterschied zwischen den Bündnissen gibt, sondern nur eine Erweiterung. Geht der Dispensationalismus in das andere Extrem und nimmt Unterscheidungen vor, die im Wort Gottes nicht unterstützt werden, um seine theologischen Ansichten aufrecht zu erhalten.
Im Gegensatz zu diesen zwei Extrempositionen, lässt sich die Theologie des besseren Bundes durch das Wort Gott selbst aufzeigen, wie die Bibel unterteilt und verstanden werden muss.
Während die Bundestheologie das eindeutige Zeugnis des Wortes Gottes ignoriert, indem behauptet wird, dass alle Bündnisse in der Bibel auf den anderen Bünden aufbauen würden, es aber keinen wesentlichen Unterschied zwischen den Bündnissen gibt, sondern nur eine Erweiterung.
Geht der Dispensationalismus in das andere Extrem und nimmt Unterscheidungen vor, die im Wort Gottes nicht unterstützt werden, um seine theologischen Ansichten aufrechtzuerhalten.
Im Gegensatz zu diesen zwei Extrempositionen, lässt sich die Theologie des besseren Bundes durch das Wort Gottes selbst aufzeigen, wie die Bibel unterteilt und verstanden werden muss.
Besonders der Hebräerbrief zeigt die biblische Unterscheidung vom neuen und alten Bund auf:
Denn wenn jener erste Bund tadellos gewesen wäre, so wäre nicht Raum für einen zweiten gesucht worden. (Hebräer 8,7)
Indem er sagt: „Einen neuen“, hat er den ersten Bund für veraltet erklärt; was aber veraltet ist und sich überlebt hat, das wird bald verschwinden (Hebräer 8,13)
Darum ist er auch der Mittler eines neuen Bundes, damit – da sein Tod geschehen ist zur Erlösung von den unter dem ersten Bund begangenen Übertretungen – die Berufenen das verheißene ewige Erbe empfangen. (Hebräer 9,15)
Aber auch in anderen neutestamentlichen Schriftstellen wird dieser grundsätzliche Unterschied zwischen dem alten und dem neuen Bund aufgezeigt.
Desgleichen nahm er auch den Kelch nach dem Mahl und sprach: Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut, das für euch vergossen wird. (Lukas 22,20)
der uns auch tüchtig gemacht hat zu Dienern des neuen Bundes, nicht des Buchstabens, sondern des Geistes; denn der Buchstabe tötet, aber der Geist macht lebendig. Wenn aber der Dienst des Todes durch in Stein gegrabene Buchstaben (10 Gebote sind gemeint) von solcher Herrlichkeit war, dass die Kinder Israels nicht in das Angesicht Moses schauen konnten, wegen der Herrlichkeit seines Antlitzes, die doch vergänglich war, wie sollte dann nicht der Dienst des Geistes von weit größerer Herrlichkeit sein? (2. (Korinther 3,6–8)
Das hat einen bildlichen Sinn: Dies sind nämlich die zwei Bündnisse; das eine vom Berg Sinai, das zur Knechtschaft gebiert (alter Bund, Hinzufügung von mir). … Das obere Jerusalem aber ist frei… (neuer Bund) (Galater 3,24–27)
„Jetzt aber hat er [Jesus] einen vortrefflicheren Dienst erlangt, wie er auch Mittler eines besseren Bundesist, der aufgrund besserer Verheißungen gestiftet worden ist.“ – Hebräer 8,6
Die Bibel legt sich selbst aus!
Die Theologie des besseren Bundes:
- Jesu hat den Bund Abrahams erfüllt, damit alle Menschen durch Christus gesegnet werden können.
- Jesu Tod und Auferstehung haben den neuen Bund errichtet.
- Der neue Bund wurde nur zwischen dem Vater und dem Sohn geschlossen.
- Jesu Auferstehung und seine Thronbesteigung im Himmel haben den Bund Davids erfüllt. Deshalb ist Jesus der König und Herr aller Herren.
- Die Zerstörung Jerusalems 70 n. Chr. hat den alten Bund endgültig entfernt und Hebräer 8,13 erfüllt.
- Die Zeit zwischen dem Kreuz und der Zerstörung Jerusalems 70 n. Chr. war eine 40-jährige Bundes-Übergangszeit für die Gemeinde. Während dieser Übergangsphase existierten der alte und der neue Bund nebeneinander.
- Die Begriffe, das Ende des Zeitalters und die letzten Tage, beziehen sich auf die letzten Tage des alten Bundes und das Ende des Zeitalters des alten Bundes im 1. Jahrhundert und nicht auf eine zukünftige Endzeit.
- Die alte Bund gilt nicht für uns: Die Feste, die Sabbate, die Zivil-, Zeremonial- und Moralgesetze wurden beseitigt. Sie sind alle Schatten gewesen, was durch Jesus Christus vollständig erfüllt wurde.
- Unter dem neuen Bund leben wir unter dem Gesetz der Liebe: „Liebt einander, wie ich euch geliebt habe!“ (Joh 13,34).
Grafische Darstellung der Theologie des neuen Bundes
