Das wahre Evangelium – körperliche Unsterblichkeit /Teil 4
26. März 26
Bis jetzt habe ich aufgezeigt, wohin das wahre Evangelium uns führen soll. Zur körperlichen Unsterblichkeit. Dies war schon immer das Ziel. Dieses Thema zieht sich durch die gesamte Bibel. Angefangen vom Baum des Lebens, über die Wahl des Volkes Israels beim alten Bund: „Ich lege euch vor: Leben und Tod, Segen und Fluch“, bis zu Jesus Christus, der davon sprach, uns Leben in Fülle zu geben, und deutlich machte, dass es der Dieb ist, der kommt, um zu stehlen, zu schlachten und zu vernichten (Johannes 10,10). Abschließend finden wir in der Offenbarung 21,4 die endgültige krönende Aussage zum Neuen Bund und zur Wiederherstellung aller Dinge. Dass der körperliche Tod nicht mehr sein wird.
Der Sünde Sold ist der Tod
Alle anderen Herausforderungen gehen aus den Kernproblemen des Menschen hervor: „Die Sünde Sold ist der Tod“. Sei es der Fluch, die Krankheit, Armut, emotionale Probleme oder der geistige und körperliche Tod. Durch die Sünde hat der Tod, den ganzen Menschen in Mitleidenschaft gezogen. Er erfuhr einen geistigen, seelischen und körperlichen Tod.
Erlösung bedeutet diesen Tod des Menschen rückgängig zu machen.
Bevor man jedoch vollends diese biblische Wahrheit ergreifen kann, muss man verstehen, was der Tod eigentlich ist und woher er kommt. Das zu verstehen, wird uns nicht nur helfen, die körperliche Unsterblichkeit im Glauben zu ergreifen, sondern uns auch bewusst machen, warum der Verheißung der körperlichen Unsterblichkeit widerstanden wird und sie sogar von Christen abgelehnt werden kann, die Erfahrungen mit dem Übernatürlichen gemacht haben und Gottes grenzenlose Macht kennen.
Der Bewusstseinszustand des Todes
Gott der Vater hat diese Welt nicht geschaffen, damit der Tod darin das letzte Wort hat, sondern seine Kinder (Offenbarung 5,10). Der Tod ist nicht nur das physische Ende des Lebens auf dieser Erde. Der Tod ist eine Reihe von Erfahrungen. Es beginnt damit, dem Verfall zu unterliegen und in seinem seelischen Bewusstsein programmiert zu werden, sterblich zu werden. Diese geschieht, wenn alles, was geschaffen wurde, von dem Leben getrennt oder entfremdet wird, für das es erschaffen wurde (Epheser 4,18). Der Verfall breitet sich im sterblichen Wesen aus und bringt das Leben auf der Erde zu seinem physischen Ende.
Der Sündenfall - der Eintritt des Todes
Adam und Eva starben geistlich in dem Sinne, dass sie ein verändertes, böses Bewusstsein erlangten, und nicht, weil sie zu irgendeinem Zeitpunkt vom allgegenwärtigen Gott getrennt wurden. Das Öffnen ihrer Augen zu einem neuen, bösen Bewusstsein bewirkte, dass sie sich vom Leben Gottes entfremdet und getrennt vorkamen. Dieser Zustand löste einen Prozess des Verfalls aus. Beachte, dass Bewusstsein eine Fähigkeit der Seele ist, die eine Erweiterung des Geistes ist. Im Zentrum von Seele und Geist befindet sich das Unterbewusstsein, was biblisch auch Herz genannt wird. Aus dem Gesagten wird jetzt deutlich, wie es zur Erfahrung des körperlichen Todes kommt. Der Mensch bekommt immer, was er in seinem Herzen glaubt.
Da wurden ihnen beiden die Augen aufgetan und sie wurden gewahr, dass sie nackt waren, und flochten Feigenblätter zusammen und machten sich Schürzen. Und sie hörten Gott, den HERRN, wie er im Garten ging, als der Tag kühl geworden war. Und Adam versteckte sich mit seiner Frau vor dem Angesicht Gottes des HERRN zwischen den Bäumen im Garten. Und Gott der HERR rief Adam und sprach zu ihm: Wo bist du? Und er sprach: Ich hörte dich im Garten und fürchtete mich; denn ich bin nackt, darum versteckte ich mich. Und er sprach: Wer hat dir gesagt, dass du nackt bist? Hast du gegessen von dem Baum, von dem ich dir gebot, du solltest nicht davon essen? 1. Mose 3,7–11.
Die Aussage „Der Sünde Sold ist der Tod“ muss im Zusammenhang mit dem Sündenfall so verstanden werden, dass der Tod zu einer veränderten Realität, zu einem veränderten Bewusstsein des Menschen geführt hat. Adam und Eva sahen sich nach dem Verzehr der Frucht des Baumes der Erkenntnis von Gut und Böse, als schuldig an, weshalb sie auch vor Gott davonliefen. Sie erlebten in ihrem Gewissen Schuld-, Angst- und Schamgefühle. Es entstand ein Sündenbewusstsein, das von Adam an die gesamte Menschheit weitergegeben wurde. Dieses Sündenbewusstsein im Gewissen führt zu einem Todesbewusstsein in der Seele, das sich auf den gesamten Menschen auswirkt, bis hin zum körperlichen Tod.
Deswegen lehrt die Bibel auch, dass der Tod eine fleischliche Gesinnung ist (Römer 8,5–8). Diese Gesinnung oder dieses Bewusstsein fand durch den Sündenfall Eingang, wie wir gesehen haben. Durch diese fleischliche Gesinnung, entstand eine neue gefallene Perspektive, die wir gegenwärtig in Religionen und auch in falschen christlichen Lehren wiederfinden.
Fünf Bewusstseinsveränderungen durch den Sündenfall
| Ihre Augen wurden geöffenet | neues Bewusstsein im Gewissen und der Sinne (Schuld) | Selbstbild |
| Sie wussten das sie nackt waren | neues Bewusstsein, Verlust der geistigen Dimension und ausschließliche Wahrnehmung des physischen Zustandes (Scham) | Selbstbild |
| Sie bekamen Angst vor der Stimme des Vaters | neues und verändertes Bewusstsein von Gott, als wütendes und zorniges Wesen (Angst) | Selbstbild |
| Sie begannen sich selbst zu helfen | neues und verändertes Bewusstsein von der Unabhängigkeit und getrennt sein von Gott (Religion) | Gottesbild |
| Sie verstecken sich vor Gott | neues Bewusstsein, die Selbstentfremdung von Gott (Atheismus und Religion) | Gottesbild |
Wenn man den Fall des Menschen genauer betrachtet, dreht sich alles um das Selbstbild und das Gottesbild. Entweder lebe ich als ein gefallener Mensch, indem ich mich bewusst oder unbewusst als Sünder wahrnehme. Bin getrieben von Angst, Schuld und Schamgefühlen und möchte deshalb nichts mit Gott der bedingungslosen Liebe zu tun haben. Oder empfinde aufgrund dieses neuen Bewusstseins sogar Feindschaft und Hass auf Gott. Oder ich versuche aufgrund meines gefallenen Zustandes, durch verschiedene Religionen, mir durch religiöse Leistung und Verhalten die Gunst und Liebe Gottes zu verdienen.
Religion führt nicht zum Ziel
Leben aus dem wahren Evangelium führt dazu, dass ich die bedingungslose Liebe Gottes zu mir erkenne. Ich keine Angst- und Schamgefühle mehr vor Gott habe. Mir ist bewusst, dass meine Schuld komplett vergeben worden ist. Mein Gewissen ist zur Ruhe gekommen. Ich bin mir meiner Gerechtigkeit bewusst, dass ich weiß, dass es für mich keine Verdammnis mehr gibt.
Die Wahrheit des Evangeliums wird mich und uns befähigen, im Leben über den Tod, zu herrschen.
Denn wenn durch die Übertretung des einen der Tod durch den einen geherrscht hat, so werden viel mehr die, welche den Überfluss der Gnade und der Gabe der Gerechtigkeit empfangen, im Leben herrschen durch den einen, Jesus Christus. Römer 5,17
Durch das Evangelium erkenne ich meine wahre Identität als Kind und Sohn Gottes und das Wesen Gottes als bedingungsloser liebender Vater.
Es hängt alles von deinem Selbstbild und Gottesbild ab!
Manuel