Das wahre Evangelium – das Reich Gottes/ Teil 2

Heute muss ich ein wenig weiter ausholen, um deutlich machen zu können, warum unser Verständnis vom gegenwärtigen Reich Gottes so wichtig ist.

Im Himmel kam es zu einer geistlichen Rebellion, weil Engel, Mächte und Fürstentümer, vor der Tatsache standen, dass Gott es in seinem Sinn hatte, ein Geschöpf zu schaffen, das mit ihm herrschen sollte. Dieses Geschöpf sollte als Herrscher der Erde eingesetzt werden und gleichzeitig über alle anderen Mächte die Autorität haben. Damit sind natürlich wir Menschen, du und ich, gemeint.

Ist euch nicht bewusst, dass wir Engel richten werden? Da solltet ihr doch in der Lage sein, gewöhnliche Streitigkeiten hier auf der Erde beizulegen. 1. Korinther 6,3

Zu welchem Engel aber hat er jemals gesagt: »Setze dich zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde zum Schemel unter deine Füße lege«? Sind sie nicht allesamt dienstbare Geister, ausgesandt zum Dienst um derer willen, die ererben sollen die Seligkeit? Hebräer 1,13-14

Der Mensch wurde also vorgesehen, über alle Mächte Autorität zu haben. Er wurde als König und Herrscher auf dieser Erde eingesetzt und in Gottes Ebenbild geschaffen.

Diese Realität war der Auslöser der Rebellion von Satan und seinen Anhängern. Er wollte die gleiche Autorität und Macht besitzen, die Gott den Menschen übertragen wollte. Durch seinen Neid und Stolz wollte er sogar noch mehr, sein als ein Ebenbild Gottes. Er wollte sich sogar über Gott erheben. Durch diese Rebellion wurde er auf die Erde geworfen, um eigentlich vom Menschen beherrscht zu werden.

Wie wir wissen, gelang dem Teufel ein Schachzug. Dadurch, dass der Mensch auf diese Verführung eingegangen ist, wurde aus dem Herrscher ein Beherrschter. Ein Sklave Satans. So wurde Satan der Gott dieser Welt. Die Welt ist nicht die Erde, sondern ein System, das auf Täuschung, Lüge, Korruption, Ausbeutung usw. aufgebaut ist, um dafür zu sorgen, dass der Mensch weiterhin versklavt bleibt.

Satans einzige Macht besteht in Täuschung. Er ist ein Identitätsdieb, ein Lügner über das Wesen Gottes und das Reich Gottes. Er ist ein Theologe, der das Wort Gottes zu unserem Nachteil verdreht, damit wir die Wahrheit nicht erkennen, die uns frei macht.

Der täuscht und lügt, hauptsächlich über drei wesentliche Wahrheiten, die wir als Menschen existenziell verstehen müssen: Gottesbild, Identität, Anbetung.

damit der Satan uns nicht überlistet. Schließlich kennen wir seine Fallen und Tricks nur zu gut. 2. Korinther 2,11

Denn wir haben nicht mit Fleisch und Blut zu kämpfen, sondern mit Fürsten und Gewaltigen, nämlich mit den Herren der Welt, die in der Finsternis dieser Welt herrschen, mit den bösen Geistern unter dem Himmel. Epheser 6,12

Das Wort Gottes offenbart und diese Wahrheit im Sündenfall und in der Versuchung

Sündenfall Versuchung Weltsystem
Hat Gott wirklich gesagt (Gottesbild)Es steht geschrieben Hochmut des Lebens
ihr werdet sein, wie Gott (Identität) Wenn du Gottes Sohn bist Lust des Fleisches
Und sie sah, dass die Furcht gut aussah. Sie ahm von der Frucht und aß (Anbetung) zeigte im alle Reiche der Welt in einem Augenblick. Dir will ich alle diese Herrschaft und ihre Herrlichkeit geben; denn sie ist mir übergeben, und ich gebe sie, wem ich will. Wenn du vor mir anbetest, so soll alles dein sein. Lust der Augen

Wenn es im Wort Gottes heißt, dass wir in der Welt sind, aber nicht von der Welt, dann ist damit nicht gemeint, dass wir diese Welt verlassen sollen. Sondern dass wir nicht mehr zu diesem System der Welt gehören, sondern wir wurden in das Reich Gottes versetzt.

Er hat uns errettet aus der Macht der Finsternis und hat uns versetzt in das Reich seines geliebten Sohnes. Kolosser 1,13

Wäret ihr von der Welt, so hätte die Welt das Ihre lieb; weil ihr aber nicht von der Welt seid, sondern ich habe euch von der Welt erwählt, darum hasst euch die Welt. Johannes 15,19

Ich habe ihnen gegeben dein Wort, und die Welt hasste sie; denn sie sind nicht von der Welt, wie ich denn auch nicht von der Welt bin. Johannes 17,14

Und stellet euch nicht dieser Welt gleich, sondern verändert euch durch die Erneuerung eures Sinnes, auf dass ihr prüfen möget, welches da sei der gute, wohlgefällige und vollkommene Gotteswille. Römer 12,2

Alle diese Wahrheiten sollen dir deutlich machen, dass es beim Evangelium nicht um eine Flucht aus dieser Welt geht, sondern darum, den ursprünglichen Plan Gottes wiederherzustellen. Der Himmel soll auf Erden kommen. Das Reich Gottes, das Reich des Lichtes und der Liebe, soll diese Erde einnehmen. Es geht um Kolonialisierung.

Nachdem Johannes ausgeliefert worden war, ging Jesus nach Galiläa; er verkündete das Evangelium Gottes und sprach: Die Zeit ist erfüllt, das Reich Gottes ist nahe. Kehrt um und glaubt an das Evangelium! Markus 1,14-15

Das erste Evangelium, das Christus selbst verkündigte, war keine Botschaft, um Strafe zu vermeiden oder sich einen Platz im Jenseits zu sichern. Es war das Evangelium des Reiches, das Jesus und die früheren Jünger verkündigt haben. Dieses Evangelium war den Hörern seiner Zeit nicht fremd, denn Israel hatte schon lange ein Reich erwartet, das des Kosmos neu ordnen und den Verfall und die Korruption stützen würde. Doch die Natur dieses Reiches und die Weise seines Erscheinens waren nicht politisch, nicht äußerlich, nicht zeitlich – sie waren innerlich, ewig und untrennbar mit dem König selbst verbunden.

Was durch die Tradition weitergegeben wurde, war nicht das Evangelium vom Reich, es ist eine gekürzte Botschaft. Es war ein Evangelium von persönlicher Schuld, richterlicher Vergebung und aufgeschobener Belohnung. Es lud Menschen ein, ein Gebet zu sprechen, um nach dem Tod Frieden mit Gott zu haben. Ein Evangelium, das rechtfertigte, aber nicht vereinte, das tröstete, aber nicht umgestaltete, das vergab, aber nicht verband.

Das Evangelium vom Reich trennt aber nicht die Errettung von Verwandlung. Das Evangelium des Reiches beginnt nicht mit dem, was der Mensch falsch gemacht hat. Es beginnt nicht mit dem Fall, sondern mit der Fülle. Das Evangelium des Reiches ruft zum Umdenken, nicht weil die Zerstörung naht, sondern weil der König und sein Reich da sind.

Denn das Reich Gottes ist nicht Essen und Trinken, sondern Gerechtigkeit und Friede und Freude im Heiligen Geist. Römer 14,17

Dieses Reich ist nicht äußerlich. Es ist nicht kulturell. Es ist nicht politisch. Nicht materiell. Es ist Gerechtigkeit – aber nicht durch menschliche Anstrengung, sondern durch göttliche Natur.

Das Evangelium des Reiches ruft dazu auf, mit Gott und seinem Reich vereint zu werden, damit sie wie er wandeln können.

Es sagt ihnen nicht, dass sie auf eine bessere Welt oder auf die Ankunft des Entrückungsbusses warten sollen, sondern es sendet uns als Träger einer neuen Welt. Das Evangelium des Reiches bereitet uns nicht auf das Überleben vor. Es rüstet uns für Herrschaft aus. Söhne herrschen durch ihre Natur der Liebe. Wo immer sie hingehen, wird das Reich des Königs sichtbar. Es geht darum, die Herrschaft des Vaters auf der Erde zu verkündigen, zu verkörpern und auszubreiten.

Das geerbte Evangelium hört bei der Bekehrung auf.

Das Evangelium des Reiches beginnt mit der Geburt.

Das geerbte Evangelium schafft Gläubige.

Das Evangelium des Reiches offenbart Söhne.

Der Unterschied ist gravierend.

Das geerbte Evangelium schaut zurück auf das Kreuz als ein historisches Ereignis, das zukünftigen Nutzen sichern soll.

Das andere schaut nach vorn und erkennt das Kreuz als den Eintritt in die Herrschaft.

Geht aber und predigt und sprecht: Das Himmelreich ist nahe herbeigekommen. Macht Kranke gesund, weckt Tote auf, macht Aussätzige rein, treibt Dämonen aus. Umsonst habt ihr’s empfangen, umsonst gebt es auch. Matthäus 10,7-8

Dies war und ist die Anweisung Christi an die, die er sandte, nicht nur von einem kommenden Reich zu sprechen, sondern zu zeigen, dass es angekommen und heute gegenwärtig ist. Das Evangelium des Reiches ist nicht Gerede. Es ist Kraft. Weil es denselben Geist trägt, der Jesus von den Toten  auferweckt hat.

Darum, nachdem auch ich gehört habe von dem Glauben bei euch an den Herrn Jesus und von eurer Liebe zu allen Heiligen, höre ich nicht auf, zu danken für euch, und gedenke euer in meinem Gebet, dass der Gott unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Herrlichkeit, euch gebe den Geist der Weisheit und der Offenbarung, ihn zu erkennen. Und er gebe euch erleuchtete Augen des Herzens, damit ihr erkennt, zu welcher Hoffnung ihr von ihm berufen seid, wie reich die Herrlichkeit seines Erbes für die Heiligen ist und wie überschwänglich groß seine Kraft an uns ist, die wir glauben durch die Wirkung seiner mächtigen Stärke. Mit ihr hat er an Christus gewirkt, als er ihn von den Toten auferweckt hat und eingesetzt zu seiner Rechten im Himmel. Epheser 1,15-20 

Das geerbte Evangelium verlegt Wunder in die Vergangenheit.

Doch das Evangelium des Reiches sagt: Gleichwie er ist, so sind wir in dieser Welt.

Hierin ist die Liebe bei uns vollendet worden, dass wir Freimütigkeit haben am Tag des Gerichts (über den alten Bund), denn wie er ist, sind auch wir in dieser Welt. 1. Johannes 4,17

Nicht morgen. Nicht erst in Vollkommenheit. Jetzt.

Wenn das Evangelium als Reich verstanden wird, dann ist Erlösung nicht die Flucht aus einer Welt, die vergeht, sondern die Teilnahme an einem Reich, das gekommen ist und sich durch uns weiter auf diese Welt ausbreiten soll.

Das Reich ist keine Theorie. Es ist die spirituelle Regierung Gottes. Es herrscht und stellt den Menschen von innen wieder her und beeinflusst darüber hinaus dann die gesamte Welt. Das Reich Gottes macht den Geist lebendig, schenkt die göttliche Natur, erneuert die Seele und bringt dem Leib göttliche Gesundheit. Es macht den Sohn durch Söhne sichtbar.

Das kann nicht dort geschehen, wo das Evangelium nur auf die Vergebung der Sünden und Verhaltensänderung reduziert wird.

Es geschieht dort, wo man Christus nicht nur als gekreuzigt, sondern auch als gekrönt verkündigt. Es geschieht dort, wo Menschen die wahre Natur Gottes und ihre wahre Identität verstehen. Erlebt wird es, wo Menschen verstehen, dass das Reich Gottes schon angebrochen ist.

Du wurdest nicht in eine zukünftige Hoffnung versetzt.

Du wurdest in ein gegenwärtiges spirituelles Reich versetzt, wenn du Christ bist.

Das Evangelium des Reiches zu glauben bedeutet, das geerbte Evangelium des Überlebens und der Flucht abzulehnen. Und anzufangen, ihn und sein Reich als Natur zu offenbaren, die wir tragen. Es bedeutet, aufzuhören, Gott zu bitten, herabzukommen, und anzufangen, zu erkennen, dass er schon gekommen und anwesend ist – nicht in Gebäuden, sondern in menschlichen Körpern.

Das war das Evangelium, das die ersten Jünger und Paulus überall verkündigt und mit Macht, Zeichen und Wundern verbreitet haben. Sie verkündigten das Reich Gottes und offenbarten seine unsichtbare Gegenwart durch Zeichen und Wunder.

Stephanus aber, voll Gnade und Kraft, tat Wunder und große Zeichen unter dem Volk. Da standen einige auf von der Synagoge der Libertiner und der Kyrenäer und der Alexandriner und einige von denen aus Kilikien und der Provinz Asia und stritten mit Stephanus. Doch sie vermochten nicht zu widerstehen der Weisheit und dem Geist, in dem er redete. Apostelgeschichte 6,8-10

Die nun zerstreut worden waren, zogen umher und predigten das Wort. Philippus aber kam hinab in die Stadt Samariens und verkündigte ihnen Christus. Und das Volk neigte einmütig dem zu, was Philippus sagte, als sie ihm zuhörten und die Zeichen sahen, die er tat. Denn die unreinen Geister fuhren aus vielen Besessenen aus mit großem Geschrei, auch viele Gelähmte und Verkrüppelte wurden gesund gemacht; und es kam große Freude auf in jener Stadt. Es war aber ein Mann mit Namen Simon, der zuvor in der Stadt Zauberei trieb und das Volk von Samarien in seinen Bann zog, weil er vorgab, er wäre etwas Großes. Und alle hingen ihm an, Klein und Groß, und sprachen: Dieser ist die Kraft Gottes, die die Große genannt wird. Sie hingen ihm aber an, weil er sie lange Zeit mit seiner Zauberei in seinen Bann gezogen hatte. Als sie aber den Predigten des Philippus von dem Reich Gottes und von dem Namen Jesu Christi glaubten, ließen sich taufen Männer und Frauen. Da wurde auch Simon gläubig und ließ sich taufen und hielt sich zu Philippus. Und als er die Zeichen und mächtigen Taten sah, die geschahen, geriet er außer sich vor Staunen. Apostelgeschichte 8,4-13

Paulus aber blieb zwei volle Jahre in seiner eigenen Wohnung und nahm alle auf, die zu ihm kamen, predigte das Reich Gottes und lehrte von dem Herrn Jesus Christus mit allem Freimut ungehindert. Apostelgeschichte 28,30

Da schwieg die ganze Menge still und hörte Barnabas und Paulus zu, die erzählten, wie große Zeichen und Wunder Gott durch sie getan hatte unter den Heiden. Apostelgeschichte 15,12

Darum kann ich mich rühmen in Christus Jesus, dass ich Gott diene. Denn ich werde nicht wagen, etwas zu reden, das nicht Christus durch mich gewirkt hat, um die Heiden zum Gehorsam zu bringen durch Wort und Werk, in der Kraft von Zeichen und Wundern und in der Kraft des Geistes Gottes. So habe ich von Jerusalem aus ringsumher bis nach Illyrien das Evangelium Christi voll ausgerichtet. Dabei setze ich meine Ehre darein, das Evangelium zu predigen, wo Christi Name noch nicht genannt wurde, damit ich nicht auf einen fremden Grund baue, sondern wie geschrieben steht: „Denen nichts von ihm verkündigt worden ist, die sollen sehen, und die nichts gehört haben, sollen verstehen.“ Römer 15,18-19

Wir sehen, dass ein geerbtes Evangelium, der Sündenvergebung und in den Himmel kommen vom Evangelium des Reiches Gottes abweicht, das wir heute noch immer mit Zeichen und Wundern auf diese Erde ausbreiten sollen.

Es ist eine unglaubliche Täuschung des Teufels, dass er uns mit seiner falschen Theologie, ein falsches Gottesbild, eine falsche Identität und ein falsches Evangelium verkauft hat, damit sein Reich der Welt hier weiterhin Bestand hat und Menschen versklavt bleiben.

Es wird Zeit, aufzustehen und die Wahrheit zu erkennen und das Reich Gottes mit Autorität und Vollmacht auf diese Erde voranzubringen.

Der Auftrag hat sich nicht geändert!

Die Zeichen aber, die folgen werden denen, die da glauben, sind diese: In meinem Namen werden sie Dämonen austreiben, in neuen Zungen reden, Schlangen mit den Händen hochheben, und wenn sie etwas Tödliches trinken, wird’s ihnen nicht schaden; Kranken werden sie die Hände auflegen, so wird’s gut mit ihnen. Nachdem der Herr Jesus mit ihnen geredet hatte, wurde er aufgehoben gen Himmel und setzte sich zur Rechten Gottes. Sie aber zogen aus und predigten an allen Orten. Und der Herr wirkte mit ihnen und bekräftigte das Wort durch die mit folgenden Zeichen. Markus 16,17-20

Da sprach Jesus abermals zu ihnen: Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch. Johannes 20,21

Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer an mich glaubt, der wird die Werke auch tun, die ich tue, und wird größere als diese tun; denn ich gehe zum Vater. Johannes 14,12

Manuel