Bis jetzt habe ich ein gesundes grundlegendes Fundament gelegt. Heute schreibe ich ein paar Zeilen für die Praxis, damit wir als Christen die Kraft des Evangeliums in unserem Leben erfahren können. Die fünf wichtigsten Wahrheiten sind notwendig, um die Kraft der Auferstehung zu erfahren.
Fünf Wahrheiten
Eine richtige Kenntnis von Gott, deine neue Identität in Christus, die Identifizierung mit Christus, die Gnade und der Glaube, und der neue Bund.
Erkenntnis Gottes
Haben wir ein falsches Gottesbild? Verstehen wir nicht, dass unser himmlischer Vater vollkommene Liebe ist, dann ist es für uns nicht möglich, das Reich Gottes durch Glauben übernatürlich in unserem Leben zu erfahren. Weil eine falsche Sicht von Gott zu Unglauben führt. Ein anderes Wort für Unglauben ist Misstrauen. Es ist wie in unseren natürlichen Beziehungen. Fühle ich mich von meinem Gegenüber nicht hundertprozentig angenommen und geliebt, kann ich ihm niemals voll vertrauen. Leider kann dieser Glauben durch eine jahrelange religiöse Fehlprägung stark behindert werden und es dauert eine gewisse Zeit, bis ein Mensch wieder fähig wird, dem himmlischen Vater zu vertrauen. Der erste und wichtige Schritt ist natürlich, gesunde Lehre über das Wesen Gottes zu erhalten.
Deine neue Identität in Christus – Gerechtigkeit
Um in der übernatürlichen Kraft der Auferstehung leben zu können, muss ich meine neue Identität als Christ kennen. Indem wir eine Offenbarung über unsere Gerechtigkeit erhalten. Die Wahrheit über unsere Identität ist, dass Gott uns gerecht gemacht hat (nicht nur als gerecht ansieht), und zwar als Geschenk. Wir sind seine Gerechtigkeit, und zwar ständig, unabhängig von unserem Verhalten. Unsere Motivation, für Gott zu leben, kommt nicht aus Verurteilung, Furcht oder Ablehnung oder göttlicher Missbilligung, sondern aus der vollkommenen Annahme. Jedes Gefühl von Angst, Scham und Schuld muss und wird durch das Evangelium beseitigt. Ansonsten wird es uns nicht möglich sein, im göttlichen Glauben zu leben. Das heißt: Je mehr dein Glaube an dieser Offenbarung zunimmt, dass du gerecht bist, desto mehr wird die Auferstehungskraft sich in deinem Leben zeigen.
Ihn, der aus eigener Erfahrung keine Sünde kannte, den hat Gott zum Inbegriff der Sünde gemacht, sodass wir in ihm selbst zur Gerechtigkeit Gottes werden. 2. Korinther 5,21
Identifizierung mit Christus
Mit diesem Ausdruck ist gemeint, dass alles, was mit Christus natürlich geschehen ist, mit mir aus Gottes Perspektive geistlich/spirituell geschehen ist, weil Jesus als unser Stellvertreter für die gesamte Menschheit gehandelt hat. Jesus Christus ist am Kreuz gestorben, ich und alle Menschen sind mit ihm am Kreuz gestorben. Jesus Christus wurde begraben. Ich und alle gefallenen sündigen Menschen wurden mit ihm begraben. Jesus Christus ist Auferstanden. Ich und alle andere Menschen sind mit Jesus Auferstanden. Jesus Christus wurde zur Rechten Gottes erhöht. Ich und alle Menschen wurden mit zur rechten Gottes erhöht.
Was wollen wir hierzu sagen? Sollen wir denn in der Sünde beharren, damit die Gnade umso mächtiger werde? Das sei ferne! Wir sind doch der Sünde gestorben. Wie können wir noch in ihr leben? Oder wisst ihr nicht, dass alle, die wir auf Christus Jesus getauft sind, die sind in seinen Tod getauft? So sind wir ja mit ihm begraben durch die Taufe in den Tod, auf dass, wie Christus auferweckt ist von den Toten durch die Herrlichkeit des Vaters, so auch wir in einem neuen Leben wandeln. Denn wenn wir mit ihm zusammengewachsen sind, ihm gleich geworden in seinem Tod, so werden wir ihm auch in der Auferstehung gleich sein. Wir wissen ja, dass unser alter Mensch mit ihm gekreuzigt ist, damit der Leib der Sünde vernichtet werde, sodass wir hinfort der Sünde nicht dienen. Denn wer gestorben ist, der ist frei geworden von der Sünde. Sind wir aber mit Christus gestorben, so glauben wir, dass wir auch mit ihm leben werden, und wissen, dass Christus, von den Toten erweckt, hinfort nicht stirbt; der Tod wird hinfort über ihn nicht herrschen. Denn was er gestorben ist, das ist er der Sünde gestorben ein für alle Mal; was er aber lebt, das lebt er Gott. So auch ihr: Haltet euch für Menschen, die der Sünde gestorben sind und für Gott leben in Christus Jesus. Römer 6,1-11
Bei diesen Wahrheiten muss man akzeptieren, dass wir sie zwar mit unserem Verstand verstehen können, aber nicht verstandesmäßig verstehen. Diese Wahrheiten gehen über unseren Verstand hinaus und trotzdem sind sie nicht unlogisch. Bei diesen Wahrheiten darf also nicht unser begrenzter Verstand der Maßstab sein, sondern die Wahrheiten von Gottes Wort, die er uns offenbart hat. Glauben wir sie einfach mit kindlichem, vertrauensvollem Glauben, erfahren wir, dass sie wahr sind und die Realität beschreiben.
Aufgrund des Glaubens erkennen wir, dass die Welt durch Gottes Wort erschaffen wurde und so aus Unsichtbarem das Sichtbare entstanden ist. Hebräer 11,3
Beim Evangelium geht es nicht primär darum, ob du alles verstehen kannst, oder um den richtigen Lebenswandel, sondern um den richtigen Glauben.
Deshalb eine Bitte an dich! Identifiziere dich nicht mehr mit deinem alten Menschen, der gestorben ist. Es gibt keinen depressiven, ängstlichen, sündigen, verletzten Versager mehr. Dieser Mensch existiert schon seit zweitausend Jahren nicht mehr. Du hast einen neuen Stammbaum. Je mehr du das glaubst, umso mehr wirst du von deiner Vergangenheit frei werden.
So wie ein Mensch in seinen Herzen denkt (glaubt), so ist er! Sprüche 23,7
Gnade und Glauben
Alles im christlichen Glauben geschieht aus Gnade und Glauben. Es geht immer erst darum, was Gott für dich getan hat und noch immer tut. Dieser Segen kann dann von uns im Glauben ergriffen werden. Wobei der Glaube wiederum kein Werk ist, sondern jeder Mensch den göttlichen Glauben als Same zugeteilt bekommt, der uns befähigt, in dieser Welt das übernatürliche Reich Gottes, den Himmel selbst, zu erleben und ihn auf die Erde zu ziehen. Der Glaube ist das Bindeglied zwischen dem unsichtbaren, gegenwärtigen, spirituellen Reich Gottes und unserer sichtbaren Wirklichkeit.
Die göttliche Reihenfolge des Empfangens - mach´s wie Gott, als Ebenbild Gottes
Gott hatte die Welt in seinen Gedanken (Offenbarung und Vorstellungskraft). Als allmächtiger Gott wusste er, dass, wenn er seine Gedanken ausspricht, es geschieht, was er spricht. (Herzensglaube und Sprechen).
Ich hoffe, du erkennst, welche atemberaubenden Fähigkeiten Gott uns gegeben hat. Wir sollen mit ihm Mitschöpfer sein. Sprechen wir sein Wort mit wahrem Herzensglauben, so ist es so, als würde er sein Wort selbst aussprechen. Das Wort Gottes ist Schöpfungswort. Es ist das Mittel, um deine zukünftige Welt hervorzubringen.
Denn ihr seid wiedergeboren nicht aus vergänglichem Samen, sondern aus unvergänglichem, durch das lebendige und bleibende Wort Gottes. 1. Petrus 1,23
Worte haben Macht über Leben und Tod, und wer achtsam mit ihnen umgeht, kann ihre guten Früchte genießen. Sprüche 18,21
Der neue Bund
Die Wichtigkeit des Verständnisses des neuen Bundes wurde auf der vorhergehenden Seite schon aufgezeigt. Es soll an dieser Stelle nur nochmals erwähnt werden, dass alle Verheißungen von Gott nur erfahren werden können, wenn man ganz unter der Gnade Gottes lebt. Ansonsten wird durch das Gesetz die Gnade in unserem Leben blockiert.
Leider geben sich viele "Christen" mit einer Form des Christentums zufrieden, die rein intellektuell, dogmatisch und historisch ist, aber letztlich auf "Unglauben" aufgebaut ist.
Wem aber schwor er, dass sie nicht in seine Ruhe eingehen sollten, wenn nicht den Ungehorsamen? Und wir sehen, dass sie nicht hineinkommen konnten wegen des Unglaubens. Hebräer 3,18
Nach außen tun sie zwar fromm, aber von der Kraft des wirklichen Glaubens wissen sie nichts. Hüte dich vor solchen Menschen! 2. Timotheus 3,5
Durch die Auferstehung Jesu steht uns eine Kraft zur Verfügung, die unserem sterblichen Körper täglich Leben gibt und unsere Jugend, unsere Gesundheit, unseren Verstand, unsere Gesinnung erneuern kann. Darin liegt die Kraft, um Geschichte zu schreiben, um den Teufel zu besiegen, die Freiheit von der Macht der Sünde zu erleben und die Werke Jesu und sogar noch größere zu tun. Darin liegt die Kraft, das Unerreichbare zu ergreifen! Wie die ganze vollständige und ganze Fülle Gottes die körperliche Unsterblichkeit, wie wir im nächsten Blog sehen werden.
Denn wenn durch die Übertretung des einen der Tod durch den einen geherrscht hat, so werden viel mehr die, welche den Überfluss der Gnade und der Gabe der Gerechtigkeit empfangen, im Leben herrschen (durch die Kraft der Auferstehung) durch den einen, Jesus Christus. Römer 5,17 (sehe den Zusammenhang: Gnade-Gabe (Geschenk) der Gerechtigkeit-im Leben als Könige zu herrschen)
Die Kraft Gottes, die Jesus Christus von den Toten aufweckte, ist buchstäblich jedem verfügbar, der glaubt, und zwar täglich. Glaubst du das?
Manuel