Leben in Fülle erfahren/ Teil 1
Bis jetzt habe ich euch überwiegend theologisch und biblisch aufgezeigt, was uns für ein atemberaubendes und geniales Leben hier und heute uns jetzt schon erkauft wurde.
Wir sind versetzt aus der Finsternis in das Licht. Aus dem System der Welt in das Reich Gottes. Haben eine neue Identität, sind erlöst von Schuld, Angst und Schamgefühle. Es wurde uns Friede und Freude, Gesundheit, Wohlstand, Unsterblichkeit erkauft. Als Reife Söhne haben wir Zugang zum Thron Gottes, um zusammen mit Gott in seinem Rat über Nationen zu entscheiden und das Reich Gottes auf diese Erde bringen. Wir werden die die Lage versetzt über Engel zu herrschen und die Schöpfung wieder herzustellen. Wir haben Anteil an der Natur Gottes und deshalb kann man uns als neue göttliche Kreaturen bezeichnen, denen nichts unmöglich ist.
Für viele hört dich das zu schön an, um war zu sein, wie ein nettes Märchen, dass jedoch nichts mit der Wirklichkeit zu tun hat. Ich kann das vollkommen verstehen, da mir bewusst ist, woran das liegt.
In meinen vorhergehenden Blogs habe ich darauf aufmerksam gemacht, dass der Fall des Menschen weniger mit Ungehorsam zu tun hatte, obwohl dies auch eine Rolle gespielt hat, sondern die ursprüngliche Ursache ist eine gefallene Denkweise, über ich sich selbst, über Gott und die Welt angenommen haben.
Das Essen vom Baum der Erkenntnis von Gut und Böse bewirkte in ihrer Seele ein Sündenbewusstsein und Todesbewusstsein. Es bewirkte ein erwachtes Gewissen, von Angst, Schuld und Scham. Diese Gefühle bewirkten eine gefallene Denkweise.
Dieses Verständnis vom Fall des Menschen ist wichtig, denn bevor man die biblische Lösung versteht, muss man erst die Ursache des Problems verstehen.
Auch bei euch ist es ja so: Ihr wart früher völlig von Gott getrennt, ja, in Feindschaft gegen ihn, in eurer Einstellung und euren bösen Taten. Kolosser 1,21
Einige von meinen Lesern habe ich den Rat gegeben, sich intensiver mit der Frage zu beschäftigen, was biblischer Glaube ist und wie er funktioniert. Inzwischen sollten meinen Lesern klar sein, dass wahrer biblischer Glaube sich nur vom Wort Gottes beeinflussen lässt und nicht von den natürlichen Sinne. Denn dies ist einer der ersten Ursachen, warum Menschen die Fülle Gottes nicht erfahren können. Seit dem Fall des Menschen lebt der Mensch nach seinen Sinnen, von außen nach innen und nicht von Innen nach außen. Dieser Fokus bewirkt automatisch Unglaube im Herzen, weil die sichtbare Realität oftmals der biblischen Sichtweise widerspricht. Obwohl der richtige Fokus wichtig ist, werden wir heute sehen, dass Lehren über den Glauben nicht ausreichen werden, um zu empfangen, was Gott uns in Christus am Kreuz vollständig erkauft hat.
Bevor ich die tiefes Wurzeln des Problems aufzeigte, möchte ich in aller Kürze biblischen Glauben skizzieren, weil alles auf diesem Fundament aufbaut.
Glaube ist kein Wunschdenken. Es ist ein Königreichssystem – legal, präzise und übernatürlich. Er ist die Währung und das Betriebssystem des Himmels. Ein göttlicher Mechanismus, der Gläubigen legalen Zugang zum Unsichtbaren gibt. Er ist vollkommen auf Gottes Wort ausgerichtet.
Der Glaubensaktivierungszyklus: Gott spricht -> der Glaube wird geweckt -> Glaube spricht-> Glaube ist geduldig -> Glaube führt zur Tat/die Manifestation findet statt
-> Gott wird verherrlicht -> das Zeugnis vertieft den Glauben -> der Zyklus beginnt von neunen
1. Gott spricht – sein Wille ist sein Wort
Alles beim christlichen Glauben geschieht alles aus Gnade und Glauben. Die Bibel macht deutlich, dass es ohne Glauben unmöglich ist, Gott zu gefallen. Aus diesem Grund ist es die Gnade Gottes, dass Gott zuerst spricht. Kein Mensch könnte zum Glauben kommen, wenn Gott nicht den ersten Schritt macht. Wir kommen zum Glauben durch das Sprechen Gottes. Folgende Bibelstellen machen das deutlich.
Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde. Und die Erde war wüst und leer, und Finsternis lag auf der Tiefe; und der Geist Gottes schwebte über dem Wasser. Und Gott sprach: Es werde Licht! Und es ward Licht. 1. Mose 1,1-2
Denn Gott, der dem Licht gebot, aus der Finsternis hervorzuleuchten, er hat es auch in unseren Herzen licht werden lassen, damit wir erleuchtet werden mit der Erkenntnis der Herrlichkeit Gottes im Angesicht Jesu Christi. 2. Korinther 4,6
Wie hat Gott das gemacht?
Er benutzt überwiegend zwei Mittel, um uns zum Glauben zu bringen. Sein Wort oder eine persönliche Begegnung.
Ihr seid ja neu geboren worden. Und das verdankt ihr nicht euren Eltern, die euch das irdische Leben schenkten; nein, Gottes lebendiges und ewiges Wort ist der Same, der neues, unvergängliches Leben in euch hervorgebracht hat. 1. Petrus 1,23
so ist es auch mit dem Wort, das meinen Mund verlässt: Es kehrt nicht leer zu mir zurück, ohne zu bewirken, was ich will, und das zu erreichen, wozu ich es ausgesandt habe. Jesaja 55,11
Wie aber sollen die Menschen zu Gott rufen, wenn sie nicht an ihn glauben? Wie sollen sie zum Glauben an ihn finden, wenn sie nie von ihm gehört haben? Und wie können sie von ihm hören, wenn ihnen niemand Gottes Botschaft verkündet? Römer 10,14
Es bleibt dabei: Der Glaube kommt aus dem Hören der Botschaft; und diese gründet sich auf das, was Christus gesagt hat. Römer 10,17
Als er aber auf dem Wege war und in die Nähe von Damaskus kam, umleuchtete ihn plötzlich ein Licht vom Himmel; und er fiel auf die Erde und hörte eine Stimme, die sprach zu ihm: Saul, Saul, was verfolgst du mich? Er aber sprach: Herr, wer bist du? Der sprach: Ich bin Jesus, den du verfolgst. 6 Steh auf und geh in die Stadt; da wird man dir sagen, was du tun sollst. Die Männer aber, die seine Gefährten waren, standen sprachlos da; denn sie hörten zwar die Stimme, sahen aber niemanden. Apostelgeschichte 9,1
In diesen Bibelversen sehen wir das der Glaube immer durch das Reden Gottes entsteht. Ob durch das Wort Gottes oder ob Gott wie bei Paulus einen Menschen direkt anspricht. Wir alle die an Jesus Glauben sind zum lebendigen Glauben gekommen, weil Gott uns durch sein Wort diesen Glauben geschenkt hat. Das heißt, dass sein Wort nicht einfach Buchstaben in einem Buch sind. In Wirklichkeit sind sie Schöpfungsworte die bewirken was sie sprechen. Das heißt dann konkret für uns, dass man sich überhaupt keine Gedanken darüber machen muss, ob man einen großen oder kleinen, oder überhaupt keinen Glauben hat, denn es geht nur darum den notwendigen Glauben zum empfangen, der durch das Wort Gottes bewirkt und geschenkt wird.
Ausgehend von dem Geschriebenen muss es klar sein, dass nur die richtige Theologie, dass heißt, dass man den Willen Gottes durch sein Wort zu jeweiligen Thema genau kennt, notwendig ist, um entsprechenden Glauben aufbauen. Aus diesem Grund sagte Jesus: Die Wahrheit wird euch frei machen! Theologische Unwahrheiten und Halbwahrheiten machen dagegen unfrei.
Der Glaube wirkt geweckt
Jetzt dürfte es für jeden klar sein, dass wir Glauben nichts selbst produzieren müssen, sondern ihn durch das Hören des Wortes Gottes empfangen. Jeder der an Jesus Christus glaubt und ein Kind Gottes geworden ist, hat von Gott schon Glauben empfangen.
Denn ich sage durch die Gnade, die mir gegeben wurde, jedem, der unter euch ist, nicht höher ⟨von sich⟩ zu denken, als zu denken sich gebührt, sondern darauf bedacht zu sein, dass er besonnen ist, wie Gott einem jeden das Maß des Glaubens zugeteilt hat. Römer 12,3
Im 1. Petrus 1,23 wird das Wort Gottes als Same bezeichnet. Damit dieser Same wachsen kann, muss er in den Boden (unser Herz) tief eingegraben werden und regelmäßig bewässert werden.
und seid als neugeborene Kindlein begierig nach der unverfälschten Milch des Wortes, damit ihr durch sie heranwachst, 1. Petrus 2,2
Gebt dem Wort Raum, in dem Christus bei euch gegenwärtig ist. Lasst es seinen ganzen Reichtum unter euch entfalten. Unterweist und ermahnt einander mit aller Weisheit. Singt Gott von ganzem Herzen Psalmen, Hymnen, Loblieder, wie seine Gnade sie schenkt und sein Geist sie euch eingibt. Kolosser 3,16
Und er sprach zu ihnen: Versteht ihr dies Gleichnis nicht, wie wollt ihr dann die andern alle verstehen? Der Sämann sät das Wort. Diese aber sind es, die an dem Wege sind: Wo das Wort gesät wird und sie es gehört haben, kommt alsbald der Satan und nimmt das Wort weg, das in sie gesät war.
Und diese sind es, die auf felsigen Boden gesät sind: Wenn sie das Wort gehört haben, nehmen sie es sogleich mit Freuden auf, aber sie haben keine Wurzel in sich, sondern sind wetterwendisch; wenn sich Bedrängnis oder Verfolgung um des Wortes willen erhebt, so kommen sie alsbald zu Fall.
Und andere sind es, die unter die Dornen gesät sind: Die haben das Wort gehört, und die Sorgen der Welt und der trügerische Reichtum und die Begierden nach allem andern dringen ein und ersticken das Wort, und es bleibt ohne Frucht.
Und jene sind es, die auf das gute Land gesät sind: Die hören das Wort und nehmen’s (von Herzen) an und bringen Frucht, einige dreißigfach und einige sechzigfach und einige hundertfach. Markus 4,13-20
4 Herzenszustände des Menschen
- Der erste Hörer war und ist ein oberflächlicher Hörer
- Der zweite Hörer richte seinen Blick auf die äußere Umstände und nicht auf das Wort Gottes
- Der dritte Hörer lässt sich von allen möglichen im Leben ablenken.
4. Nur beim vierten Hörer bringt, durch dass Wort Gottes unterschiedliche Frucht.
Welcher Herzenszustand beschreibt dich am Besten?
Intellektuelles Wissen vs. spirituelles Wissen
Menschen lesen das Wort Gottes und stimmen ihm intellektuell zu. Diese intellektuelle Zustimmung ist jedoch kein Herzensglaube und deshalb bewirkt eine intellektuelle Zustimmung nichts. Wir müssen uns also die Frage stellen, wie kommt der Menschen von einer natürlichen intellektuellen Zustimmung zu einem spirituellen übernatürlichen Wissen und Glauben der das bewirkt, was es spricht?
Der dafür notwendige Schlüssel heißt: Biblische Meditation
Biblische Meditation ist keine österliche Meditation mit dem Ziel dich von deinen Gedanken völlig zu entleeren. Es ist genau das Gegenteil. Es ist ein intensiver Fokus auf den Inhalt, ein beständiges Nachdenken über den Text, den ich zwar intellektuell schon kennen, aber es geht jetzt darum in tief in mich aufzunehmen. Ich schreibe den Text durch die Meditation von meinen Kopf in mein Herz. Vom Bewusstsein in mein Unterbewusstsein. Man isst förmlich den Text, indem man andauernd ihn in seinem Herzen bewegt, man ihn sich genau vorstellt was er sagt und zwar mit deinem Ganzen sein. Mit deinem Denken, Vorstellungskraft und Fühlen. Du wohnst förmlich schon dieser geistlichen Realität, unabhängig von deinen derzeitigen Umständen.
Über dieses Buch der Weisung sollst du immer reden und Tag und Nacht darüber nachsinnen, damit du darauf achtest, genauso zu handeln, wie darin geschrieben steht. Dann wirst du auf deinem Weg Glück und Erfolg haben. Josua 1,8
Er führte ihn hinaus und sprach: Sieh doch zum Himmel hinauf und zähl die Sterne, wenn du sie zählen kannst! Und er sprach zu ihm: So zahlreich werden deine Nachkommen sein. 1. Mose 15,5
Richtet euren Sinn auf das, was oben ist, nicht auf das Irdische! Kolosser 3,2
Wort Gottes hören und lesen – intellektuelles Wissen
Wort Gottes meditieren – spirituelles Wissen
Nach einer gewissen Zeit, der von Menschen zu Mensch unterschiedlich sein kann, wird aus einem intellektuellen Wissen und Kopfglaube, der nichts bewirken kann, ein spirituelles Wissen und Herzensglaube, wenn man die Schritte sorgfältig beachtest. Es kommt dann an den Punkt, an dem einfach weißt, dass du jetzt empfangen hast. Keine gegenteilige Umstände können dich von etwas anders überzeugen.
Das Wort Gottes hat in dir den wahren biblischen Glauben aufgebaut, damit du seine Segnungen empfangen kannst. Deshalb geht es beim Glauben nicht um deine Leistung, sondern um deine Positionierung und Ausrichtung. Es geht darum das Wort Gottes sein Werk in deinem Herzen tun zu lassen und sich beschenken zu lassen.
Manuel