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Das göttliche Bewusstsein der Einheit/ Teil 1

In seinem Buch „Besitzer des Lebens“ schreibt Chad Gonzales in seinem Vorwort, dass er zu Beginn seines Heilungsdienstes wie die meisten Christen, die typischen Heilungstexte wie Jesaja 53,4-5, Matthäus 8,17 und 1. Petrus 2,24 verwendete. Dies führte zwar zu guten Ergebnissen, aber durch eine größere Offenbarung über die Vereinigung mit Christus, explodierten die Ergebnisse. Für ihn ist seitdem die fehlende und notwendige Zutat, um in göttliche Gesundheit zu leben und im Dienst an den Kranken erfolgreich zu sein, die alles bestimmende Wahrheit unserer Vereinigung mit Gott. Und an andere Stelle schreibt er, dass wir Christen kein Glaubensproblem haben, sondern ein Problem mit unserem Bewusstsein.

Warum er mit dieser Sichtweise richtig liegt, möchte ich euch nun aufzeigen. Dadurch werdet ihr lernen, warum ihr trotz richtigen Glauben schwer tun könnt etwas zu empfangen und wie es dazu kommt, dass ihr leichter von Gott empfangen könnt.

Im einen Blog habe ich schon mehrmals darauf aufmerksam gemacht, dass mit dem Fall des Menschen viel mehr passiert ist, als das er Gott nur Ungehorsam war. Es kam zu einem völlig veränderten Bewusstsein und Wahrnehmung der Realität. Das Essen vom Baum der Erkenntnis von Gott und Böse bewirkte in den Menschen ein Sünden- und Todesbewusstsein. Das sich in einem Gefühl von getrennt sein von Gott und getragen von Schuld, Angst und Schamgefühle ausdrückt. Durch diese gefallene Denkweise ist der Mensch ein gefangener des Gesetzes der Sünde und des Todes.

gefallenes Bewusstsein des Menschen - Todes und Sündenbewusstsein

Dieses Bewusstsein soll und muss durch das Evangelium aufgelöst werden. Jesus vergoss sein Blut aufgrund unseres Gewissens.

Psychologisch ausgedrückt:

Der Glaube, eine Strafe verdienst zu haben, entspringt meist tief sitzenden psychologischen Mechanismen wie Schuldgefühlen, dem Bedürfnis nach emotionalen Ausgleich. Oft dient die Überzeugung, bestraft zu werden zu müssen. als unbewusster Weg, um inneren Frieden zu finden, die Kontrolle über eine Situation zurückzugewinnen oder sich von einer quälenden Last durch Sühne zu befreien.

Aus diesem Grund sagt uns der Hebräerbrief, dass uns das Blut Jesus vom einem Bösen Gewissen gereinigt hat.

Denn das Gesetz hat den Schatten von den zukünftigen Gütern, nicht die Gestalt der Dinge selbst. Deshalb kann es die, die opfern, niemals vollkommen machen durch die Jahr für Jahr gleichen Opfer, welche man immer wieder darbringt. Hätte nicht sonst das Opfern aufgehört, wenn die, die Gott dienen, ein für alle Mal rein geworden wären und kein von Sünden beschwertes Gewissen mehr hätten? Vielmehr geschieht durch die Opfer alle Jahre eine Erinnerung an die Sünden. Denn es ist unmöglich, durch das Blut von Stieren und Böcken Sünden wegzunehmen. Hebräer 10,1-4

Denn mit einem einzigen Opfer hat er für immer die vollendet, die geheiligt werden. Das bezeugt uns aber auch der Heilige Geist. Denn nachdem er gesagt hat: »Das ist der Bund, den ich mit ihnen schließen will nach diesen Tagen«, spricht der Herr: »Ich will meine Gesetze in ihr Herz geben, und in ihren Sinn will ich sie schreiben, und ihrer Sünden und ihrer Missetaten will ich nicht mehr gedenken.« Wo aber Vergebung der Sünden ist, da geschieht kein Opfer mehr für die Sünde. Hebräer 10,14-18

Weil wir denn nun, Brüder und Schwestern, durch das Blut Jesu den Freimut haben zum Eingang in das Heiligtum, den er uns eröffnet hat als neuen und lebendigen Weg durch den Vorhang, das ist: durch sein Fleisch, und haben einen Hohenpriester über das Haus Gottes, so lasst uns hinzutreten mit wahrhaftigem Herzen in der Fülle des Glaubens, besprengt in unsern Herzen und los von dem bösen Gewissen und gewaschen am Leib mit reinem Wasser. Hebräer 10,19-22

Um im Glauben überhaupt etwas zu empfangen muss man völlig von der Vergebung seiner ganzen Schuld und in dem Bewusstsein seiner Gerechtigkeit vor Gott überzeugt sein. Ansonsten wird einem die ganze lehre, wie man richtigen Glauben zum empfangen aufbaut nichts bringen, denn unbewusst wird unsere Seele immer Strafe erwarten oder davon ausgehen, dass man den Segen Gottes niemals verdient hat.

Denn wenn infolge der Übertretung des einen der Tod zur Herrschaft kam durch den einen, wie viel mehr werden die, welche den Überfluss der Gnade und das Geschenk der Gerechtigkeit empfangen, im Leben herrschen durch den Einen, Jesus Christus! Römer 5,17

Gerechtigkeitsbewusstsein

Hat ein Menschen dieser Wahrheit des Evangeliums für sich angenommen, dann hat er in seine Seele ein Gerechtigkeitsbewusstsein, das ihn in eine bessere Position versetzt, um von Gott zu empfangen. Allerdings befindet er sich dann erst in einer normalen und menschlichen Bewusstseinsebene.

Auf dieser Bewusstseinsebene leben viele Christen und betrachten sich selbst als begnadigte Sünder und Gott als ihren guten Hirten der für sie sorgt. An den man sich vertrauensvoll wenden kann, aber weiterhin von ihm getrennt ist.

Verbundenheitsbewusstsein

Manche von diesen Christen verspüren einen weiteren Hunger nach der Wahrheit und Realität. Der Geist Gottes möchte sie weiterführen. Sie leiden an ihrer Sünde. Sie haben einen Durst nach Gerechtigkeit und Heiligkeit. Erleben jedoch, dass sie von sich aus nicht in der Lage sind, die Macht der Sünde zu besiegen. In ihnen reift die Offenbarung das sie sich weder selbst retten noch verändern können, sondern das nur Gott in Jesus Christus dazu in der Lage ist. Sie kapitulieren vor Gott und machen sich völlig von ihm abhängig. Sie erleben, dass er ihre Kraft in der Schwachheit ist. Sie erfahren was es heißt aus Gnade und Glauben zu leben. Ihr Gerechtigkeitsbewusstsein vertieft sich. Sie verstehen, dass das sie nicht nur dadurch gerecht sind, weil Gott ihnen die Schuld vergeben hat, sondern das er ihre Natur verändert hat. Sie verstehen, dass sie die Identität eines Gerechten haben und leben immer mehr aus dem Bewusstsein dieser neuen Identität. Gleichzeitig lernen sie Jesus durch sich leben zu lassen, indem sie die täglich die glaubensvolle Verbindung zu ihm aufrecht erhalten.

Ihre Gerechtigkeitsbewusstsein wird durch die Verbundenheit mit Jesus ergänzt. Jesus ist für sie der Weinstock sie sind die Reben.

Ja, ich kann es von ganzem Herzen akzeptieren, dass ich wegen Christus mit Schwachheiten leben und Misshandlungen, Nöte, Verfolgungen und Bedrängnisse ertragen muss. Denn gerade dann, wenn ich schwach bin, bin ich stark. 2. Korinther 12,10

Um so reicher ist aber die Gnade, die er zuteilt. Darum heißt es (Spr.3,34): »Gott widersteht den Hoffärtigen, den Demütigen aber gibt er Gnade.« Jakobus 4,6

Erneuert euch aber in eurem Geist und Sinn und zieht den neuen Menschen an, der nach Gott geschaffen ist in wahrer Gerechtigkeit und Heiligkeit. Epheser 4,23-24

Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht; denn ohne mich könnt ihr nichts tun. Johannes 15,5

Christusbewusstsein

An dieser Stelle hört die Entwicklung nicht auf. Gott möchte uns weiterführen, damit wir als Söhne und Töchter Gottes voll funktionieren und alles empfangen und weiter geben können was Gott für uns durch Jesus Christus erkauft hat. Von einem Gerechtigkeitsbewusstsein und Verbindungsbewusstsein, führt uns Gott weiter zu einem göttlichen Bewusstsein, was als Christusbewusstsein bekannt ist. Auf dieser Ebene des seelischen Bewusstsein wird alles möglich, einschließlich die Wiederherstellung der Schöpfung, die größeren Werke von denen Jesus sprach und unsere körperliche Unsterblichkeit. Die Seele lebt aus den Bewusstsein der vollständigen und immerwährenden Einheit mit Gott. Das ist die Bewusstseinsebene wo es Menschen leicht fällt etwas von Gott zu empfangen. Aus dem einfachen Grund, weil es nicht mehr darum geht etwas durch den Glauben in sich hinzubekommen, sondern aus dem zu leben, was in einem ist. Es ist viel einfacher etwas freizusetzen, als etwas zu bekommen, was man angeblich noch nicht hat.

Aus diesem Grund ist das Christusbewusstsein, dass göttliche Bewusstsein, was bewusst in der Einheit mit Gott lebt, der Schlüssel um alles zu empfangen, was ich bisher in diesem Blog aufgezeigt habe, was uns Jesus durch das Kreuz unter den Neuen Bund erkauft hat.

Bewusstseins- und Beziehungsebene mit Gott

Bewusstseinsebenen des MenschenBeziehungsebene mit Gott
Todes- und Sündenbewusstsein Getrennt von Gott
Gerechtigkeitsbewusstsein Beziehung zu Gott als guten Hirten, aber noch getrennt
Gerechtigkeitsbewusstsein/Verbundenheitsbewusstsein Abhängige Beziehung zu Gott, muss jedoch aufrecht erhalten werden
Christusbewusstsein Lebt aus der vollständigen Einheit mit Gott

Nicht mehr ich lebe, sondern Christus lebt in mir. Was ich nun im Fleische lebe, lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt und sich für mich hingegeben hat. Galater 2,20

Wie man möglich schnell auf diese notwendige Bewusstseinebene kommt, das ist der Inhalt des nächsten Blogs.

Manuel